 |  | | Jugendclub in Nord rückt in Ferne |
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Verfasst am: 20.10.2005 09:58 |
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Jugendliche sind sauer: Bislang gibt es weder Standort noch Plan für neues Zentrum
Die Jugendlichen in Jena-Nord sind sauer: Bei den Debatten zu den beiden Jugendclub-Schließungen in Winzerla und Lobeda-West wurde ihnen ein neuer Jugendclub in ihrem Viertel versprochen - doch bislang hat sich noch nichts getan. Offenbar verschiebt sich das Projekt auf unbestimmte Zeit.
"Wir warten sehnsüchtig auf unseren Jugendclub", sagt Maria Arend (13), die sich mit Freunden im Stadtteilladen Jena-Nord trifft. Doch die ehemalige Arztpraxis platzt aus allen Nähten: Bei mehr als einem Dutzend junger Leuten zugleich wird´s eng. "Wir streiten um die Computer, ums Billard oder um die Couch", berichtet Sarah Bräunel (14).
Der Jugendtreff ist nicht die Hauptaufgabe des Zentrums: Während der Schulzeit gibt es im Stadtteilladen nur einmal pro Woche ein offenes Angebot. "Gerade im Winter wäre ein Club enorm wichtig, dass wir nicht auf der kalten Straße herumhängen", sagt Philipp Lauterbach (15).
Doch momentan laufen noch keine Planungen für einen Neubau. "Wir suchen gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt und dem Jugendamt nach einem Standort", sagt Thomas Dirkes, der Leiter der Kommunalen Immobilien Jena. "Aber der Stadtrat muss erst einmal einen Beschluss fällen, dass überhaupt ein Jugendzentrum für Jena-Nord gebaut wird."
Der Vorsitzende des Jugendhilfe-Ausschusses, Marco Schrul (Bündnis 90/Die Grünen), hofft indes, dass noch in diesem Jahr die Planungen beginnen. Doch er befürchtet, dass das Projekt in weite Ferne rückt. "Wir haben die beiden Clubs im Süden nicht geschlossen, um eine neue Einrichtung in Nord zu ermöglichen, sondern um die wegfallenden SAM-Stellen in den bestehenden Clubs auszugleichen", klärt er auf. Dennoch wolle sich sein Ausschuss im März mit den möglichen Standorten beschäftigen.
"Wir wählen einen Platz aus, der möglichst weit von Wohnhäusern entfernt ist", sagt Sozialdezernent Dr. Albrecht Schröter (SPD), der sich zu den Standorten nicht äußern wollte.
Geprüft werden nach OTZ-Informationen derzeit zwei mögliche Bauflächen: Direkt an der Camburger Straße ist auf dem Gelände der Johann-Gutenberg-Regelschule Raum für ein solches Objekt. Allerdings befinden sich nur wenige Meter daneben ein Seniorenzentrum und ein Betreutes Wohnen. Über dem Grundstück neben dem Carl-Zeiss-Gymnasium hängt dagegen eine Hochspannungsleitung. "Einer von den beiden Standorten wäre schon in Ordnung. Der Treff sollte bloß nicht zu weit in Richtung Zwätzen rücken", wünscht sich Roy Kroneberger (13).
Er und seine Freunde haben schon konkrete Vorstellungen, was ein Club im Norden der Stadt alles bieten sollte: Genügend Platz, Billard, mehrere Computer und ein gutes Veranstaltungsprogramm stehen oben auf der Wunschliste. Dafür würden sie beim Bau mit anpacken.
Nun erhält der Stadtteilladen erst einmal personelle Verstärkung aus Lobeda: Ein Mitarbeiter wechselt vom Impuls nach Nord, um den Aufbau zu koordinieren und Ideen zu bündeln.
"Spätestens 2006 wird der Club eröffnet - vorausgesetzt, der Stadtrat entscheidet sich für das Projekt", sagt Schröter. Aber die Jugendlichen glauben erst daran, wenn das neue Zentrum steht. 11.02.2004, Tino Zippel, otz.de |
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Verfasst am: 27.03.2009 07:50 |
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| ralf1986 |
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| Schon wieder so ein Skandal! Ich frage mich, warum die nicht gleich Kinderarbeitsstätten, wie vor 100 Jahren, bauen. Kinder scheinen ja nur als Kostenfaktor einkalkuliert zu werden. Und genau deshalb setzte ich kein Kind in diese Welt. Deutschland ist alles andere als Kinderfreundlich. |
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