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Vorwürfe gegen Lehrerin
BeitragVerfasst am: 30.09.2009 15:06 Antworten mit Zitat
Unser-Jena
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Die fraktionslose Jenaer Stadträtin und 1. Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen der Freien Union, Heike Seise, steckt offenbar in beruflichen Schwierigkeiten.

Gerüchten zufolge haben Eltern eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die verbeamtete Grundschullehrerin aus der Jenaer Westschule eingereicht. Angeblich soll sie zwei Schüler, die sich gerauft hatten, aneinander gebunden und eine Unterrichtsstunde lang gefesselt vor der Klasse stehen gelassen haben.

Das Schulamt Jena-Stadtroda bestätigte gestern auf Anfrage, dass tatsächlich eine Beschwerde gegen Heike Seise vorliege. Zu Inhalt und Gerüchten wollte sich Schulamtsleiter Thomas Fügmann aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht äußern. Er bestätigte, dass für heute mehrere Gespräche in der Westschule angesetzt sind. Heike Seise selbst wollte vor den heutigen Gesprächen gegenüber der Redaktion ebenfalls keine Erklärung abgeben.

Nach TLZ-Informationen gab es beim Schulamt bereits mehrere Eltern-Beschwerden wegen der inhaltlichen Ausgestaltung des Unterrichts.

Westschulleiterin Aenne Vetter lehnte gestern telefonische Erörterungen ab, sagte jedoch, dass mit "Fesselung" der Vorgang falsch beschrieben wäre.

Als langjähriger Lehrer und Schulamtsleiter beschrieb gestern Bürgermeister Frank Schenker (CDU) auf Anfrage, wie er körperliche Züchtigung durch Lehrer einordnet: Derlei Handlungen mit "Überforderung" zu erklären, sei zu wenig, sollte es tatsächlich eine Fesselung gegeben haben. "Damit wären alle Grenzen überschritten." Im Übrigen sei es falsch anzunehmen, in der DDR seien körperliche Maßregelungen akzeptiert worden. "Das war verboten." Auch sei es verpönt gewesen, Schüler im Unterricht zur Strafe aus dem Raum zu schicken. "Solche Kollegen galten als nicht geeignet oder müde. Das entsprach alles nicht der offiziellen Linie. Klar, die Position der Eltern war bei weitem nicht so stark wie heute."

Bekannt geworden ist die Wenigenjenaerin, die 2004 per SPD-Liste in den Stadtrat kam, vor allem wegen häufigen Fraktionswechsels: FDP, dann "Bürger für Jena", parteilose OB-Kandidatin, dann "Freie Wähler Thüringen"...
30.09.2009, tlz.de, Lutz Prager und Thomas Stridde

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Heike Seise aus der Schusslinie genommen
BeitragVerfasst am: 08.10.2009 09:17 Antworten mit Zitat
Unser-Jena
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Vorwurf der Fesselung noch zu klären
Bewegung im "Fall Heike Seise": Gegen die Lehrerin, die in der Westschule zwei Kinder gefesselt und vor der Klasse eine Stunde stehen gelassen haben soll (OTZ berichtete), ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Das bestätigte gestern Kultusministeriumssprecher Gregor Hermann. Nach seinen Worten wurde Heike Seise an eine Schule außerhalb von Jena versetzt, doch wollte er nicht die Meldung eines Radiosenders bestätigen, dass sich jene Bildungsstätte in Hermsdorf befinde. Über eine möglicherweise drohende Entlassung aus dem Schuldienst wollte Hermann nicht spekulieren.

Thomas Fügmann, Leiter des Staatlichen Schulamtes Jena-Stadtroda, berichtete gestern, dass die Schulversetzung von Heike Seise Dienstag früh beschlossen worden sei. "Es gibt da schon einen besonderen Druckzustand. Das Schulamt benötige jetzt ein bisschen Zeit; "Wir müssen noch einige Eltern interviewen . Garantiert werde auf Heike Seise "ein klares rechtsstaatliches Verfahren angewandt. Im Kern gehe es um die Frage, ob die Fixierung der Schüler, die (beide Judoka) sich zum Ärger der Lehrerin gerauft haben sollen, tatsächlich als "Fesselung zu werten sei.

Auch der OTZ hinterbrachte Eltern-Hinweise, wonach Stadträtin Seise am Montag nach der jüngsten Kommunalwahl bei ihren Schülern das Abstimmverhalten der Eltern erfragt haben soll, sind nicht Gegenstand der Untersuchungen. Darüber hinaus hatten sich in der Redaktion auch noch mehrere andere Eltern gemeldet und "merkwürdige Methoden" der Lehrerin kritisiert. Einige nahmen die Lehrerin jedoch auch in Schutz.

Für Thomas Fügmann steht es außer Frage, dass das öffentliche Interesse an dem Fall nur so groß ist, weil Heike Seise als Jenaer Stadträtin recht bekannt ist. "Insofern wollten wir sie mit der Versetzung auch etwas aus der Schusslinie nehmen.
07.10.2009, otz.de, Thomas Stridde

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Vorwürfe gegen Lehrerin
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