Forum für Einwohner und Unternehmer aus Jena in Thüringen

www.unser-jena.de - Für jeden, der was zu sagen hat und keinen Maulkorb verpasst haben will!
login.php profile.php?mode=register faq.php memberlist.php search.php index.php

Forum für Einwohner und Unternehmer aus Jena in Thüringen Foren-Übersicht » Allgemeines in und zu Jena » Samstags in Jena
Neues Thema eröffnen  Neue Antwort erstellen Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen 
Samstags in Jena
BeitragVerfasst am: 12.01.2009 18:59 Antworten mit Zitat
MichaelS
Lernendes Forenmitglied
Anmeldedatum: 02.02.2006
Beiträge: 24
Wohnort: Jena




Da versammeln sich einige Bürger um gegen eine Buchlesung eines fragwürdigen Menschen zu demonstrieren. Soweit nicht schlecht.

Aber genau dieses Pack, Verzeihung was anderes fällt mir dazu nicht ein, randaliert anschließend in der Stadt.

Auf der einen Seite gegen Nazis demonstrieren und auf der anderen Seite antidemokratisch handeln und randalieren,

Verpisst euch ihr Spinner!
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
BeitragVerfasst am: 13.01.2009 09:31 Antworten mit Zitat
Unser-Jena
Admin
Anmeldedatum: 19.10.2005
Beiträge: 2132
Wohnort: Jena




das wesen von extremisten und randalierern ist immer das selbe. es gibt studien, wo man festgestellt hat, dass es mitunter nur ein zufall ist, dass ein jugendlicher sich in einer bestimmten radikalen gruppe befindet.

es ist damit gemeint, dass ein linker auch bei den rechten hätte sein können, wenn sein lebensweg eventuell von anderen bezugspersonen o.ä. geprägt gewesen wäre.

oft ist hinter randalierern nicht ein politisch-solider geistiger hintergrund.

randale machen ist somit das hauptziel und dabei ist es egal, aus welcher gruppe (links, rechts, ultra-ökos, ulra-tierschützer, holigan, punk, usw.) heraus. selbst rockergruppen sind somit das selbe. Laughing

leider fallen dann besonders jugendlich negativ auf, die sich in einer gruppe erst behaupten wollen/müssen und die treiben es dann besonders doll.

aber selbst komasaufen ist eine solche handlung, wo es nur um eine zugehörigkeit zu einer gruppe oder deren akzeptanz o.ä. geht, und weniger die überzeugung, dass alk gut und notwendig ist.

_________________
www.schwimmbadundsaunabau.de
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
BeitragVerfasst am: 13.01.2009 09:37 Antworten mit Zitat
Unser-Jena
Admin
Anmeldedatum: 19.10.2005
Beiträge: 2132
Wohnort: Jena




Zitat:
Mahler Persona non grata
Scharfe Kälte? Macht nichts, wenn es gegen schärfste antisemitische Hetze in Gemäuern dieser Stadt geht! - 300 Menschen waren am Sonnabend an das "Braune Haus" in der Jenaischen Straße in Lobeda-Altstadt gekommen, um aufzubegehren gegen den dortigen Auftritt von Horst Mahler: einst RAF-Terrorist und heute Inbegriff eines Neonazis und Holocaust-Leugners.

Genehmigungsrechtlich einzugreifen, hatte der Stadt die Handhabe gefehlt, so gab kurz vor Demo-Beginn Rechtsamtsleiter Martin Pfeiffer zu verstehen. NPD-Kreis-Chef Ralf Wohlleben sei es zwar gewesen, der Mahler in das von der NPD als rechtes Jugendzentrum konzipierte "Braune Haus" eingeladen hatte. Doch habe Wohlleben sich als Privatmann deklariert, der eine private Zusammenkunft organisierte, erläuterte Martin Pfeiffer. Mindestens 50 junge Neonazis passierten auf dem Weg zur "Privatveranstaltung" die weiträumig ums "Braune Haus" aufgestellten Sperrzäune der Polizei, die am Sonnabend mit Großaufgebaut auf Deeskalation gesetzt hatte.

Gegenargumente zu Mahlers Behauptungen? - So tiefe könne man sich gar nicht hinabbewegen, sagte Dr. Gisela Horn vom Aktionsnetzwerk gegen Rechts, das gemeinsam mit Jugend-, Aktions- und Projektwerkstatt JAPS, Studentenrat und JG Stadtmitte zur Demo eingeladen hatte. Mahler, der am heutigen Montag wieder vor Gericht stehe, nutze das Interesse an seiner Biografie für schlimmen Thesen und Lügen, legte Gisela Horn dar.

Bis zur Schließung
So behaupte er, in Auschwitz seien aus hygienischen Gründen nur Kleidungsstücke verbrannt worden. Und so schiebe er die aktuelle Finanzkrise den "jüdischen Bankhäusern" in die Schuhe. "Wir lassen Mahler nicht in aller Ruhe Lügen verbreiten", sagte Gisela Horn. "Wir müssen immer da sein, wenn an diesem Ort Nazi-Ideologie verbreitet wird. Wir müssen Nein sagen, bis dieses ´Braune Haus´ geschlossen wird."

Zum Kreis anwesender Politiker - darunter SPD-MdB Volker Blumentritt, Linken-Ministerpräsidentenkandidat Bodo Ramelow, Linken-MdL Karin Kaschuba und Bürgermeister Frank Schenker (CDU) - gehörte auch OB Albrecht Schröter (SPD). "Wir sind wieder beisammen. Wie schön!", sagte Schröter mit Blick zurück auf die Demo gegen Neonazis in Altenburg, an der voriges Jahr eine große Jenaer Bürger-Abordnung teilgenommen hatte. "Horst Mahler ist in Jena nicht erwünscht!", rief der OB; Mahler sei in unserer Stadt Persona non grata. "Die eigentlichen Feinde der Deutschen sind nicht die Juden - es sind die Antisemiten." Drum gelte es gegen Leute wie Mahler Farbe zu bekennen. "Wir werden immer wieder da sein."

Nach Polizeiangaben kam es an einem Absperrgitter "kurzzeitig zu einer Rangelei" zwischen Demo-Teilnehmern und der Polizei. Dabei seien zwei Gitter umgeworfen worden, worauf die Polizei "kurzzeitig Pfefferspray" eingesetzt habe. Und: Nach der Demo gegen 17 Uhr seien beim Capitol "aus einer Gruppe von 80 Personen heraus" Container umgeworfen, Feuerwerkskörper gezündet und Polizisten angegriffen worden. 18 Personen seien darauf festgenommen worden, gegen die nun wegen Landfriedensbruchs ermittelt werde.

Indes: "Irritierend und beängstigend" sei schon in Altlobeda die Massivität und Aggressivität des Polizeieinsatzes gewesen, erklärten gestern Dr. Mariana Thiele und Matthias Jakob vom Aktionsnetzwerk. Man habe den Eindruck gewonnen, dass die vorwiegend auswärtigen Einsatzpolizisten eine "regelrechte Jagd auf schwarz gekleidete Jugendliche unternahmen". Bei der Spontandemo sei das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit eklatant verletzt worden, da bewusst eine Panik durch überzogene Polizeipräsenz provoziert worden sei.

JAPS-Sprecherin Franka Heßler: Die "Kriminalisierung", mit der Antifaschisten bedroht wurden, "während extrem Rechte unverhohlen den Nationalsozialismus verherrlichen", bewege sich "fernab jeglicher Verhältnismäßigkeit".
11.01.2009, Thomas Stridde, tlz.de


Zitat:
Starke Widerstandskräfte gegen braunen Bazillus
Jenaer demonstrieren gegen Auftritt des Holocaust-Leugners Horst Mahler - Später Zusammenstoß mit Polizei im Stadtzentrum.

In Jena finden rechtsextremistische Ideen und Prediger nationalsozialistischer Ideen keinen Nährboden.

Das hat am Samstag eine "Kundgebung gegen Antisemitismus deutlich gemacht, mit der Jenaer Bürger aller Altersklassen in Lobeda-Altstadt vor dem "Braunen Haus" gegen den Auftritt von Horst Mahler demonstrierten, der als bekanntester antisemitscher Agitator in Deutschland gilt. Aufgerufen dazu hatten verschiedene Jenaer Initiativen gegen Rechtsextremismus.

Gegen 15 Uhr versammelten sich dort mehr als 300 Jenaer. Prominenteste Teilnehmer waren Bundestagsabgeordneter Volker Blumentritt (SPD), Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter (SPD), Bürgermeister Frank Schenker (CDU), Ortsbürgermeister Klaus Liebold, und Stadträte verschiedener Fraktionen. Gewerkschafter standen neben Studenten, jungen Familienväter und Schüler neben Universitätsprofessoren, um friedlich, aber entschieden Farbe zu bekennen gegen nationalsozialistische Ideen und ihre Verbreitung vom Jenaer Stützpunkt der Thüringer Naziszene aus. Mahler sei bekennender Neonazi, der behaupte, in Auschwitz und anderswo seien keine Vernichtungslager betrieben worden, begründete Dr. Gisela Horn den Protest. "Diejenigen, die Mahler eingeladen haben, wissen, dass er die Wahrheit verfälscht, und sie spielen das gleiche Spiel". Doch die Jenaer zeigten, dass sie die Verbreitung solches menschenverachtenden Gedankenguts nicht ohne Gegenwehr zuließen, erklärte sie - begleitet von Pfiffen in Richtung des "Braunen Hauses" und von "Nazis raus"-Rufen.

"Wir lassen nicht zu, dass Brandstifter wie Horst Mahler in Jena aktiv werden", sagte Dr. Albrecht Schröter unter dem Beifall der Demonstranten. "Wer das Grundgesetz als Provisorium bezeichnet, wer den Völkermord der Nationalsozialisten leugnet, obwohl das Schicksal von mindestens 60 Jenaer Juden bekannt ist, die in den Vernichtungslagern umkamen, der sei in Jena eine persona non grata", erklärte er. "Jenaer werden Farbe bekennen, nicht nur in ihrer Heimatstadt, sondern auch in Altenburg, demnächst in Dresden, und überall dort, wo Nazis auftreten", versicherte er. "In Jena hat der braune Bazillus keine Chance, weil die Widerstandskräfte dagegen stark sind", sagte er.

Gegen 16 Uhr löste sich die Demonstration auf. Kurz zuvor hatten aufgebrachte Demonstranten versucht, zwei Absperrgitter zu öffnen, wurden jedoch von der Polizei daran gehindert. Dass dabei Pfefferspray eingesetzt und Polizeihunde präsentiert wurden, verurteilten die Organisatoren der Kundgebung als Einsatz "unverhältnismäßiger Mittel".

In der Innenstadt in der Nähe des Capitol-Kinos kam es gegen 17 Uhr dann zu einer Eskalation zwischen Polizisten und Teilnehmern einer Spontandemonstration. Nach Polizeiangaben wurden Container umgeworfen, Feuerwerkskörper gezündet und Polizeibeamte tätlich angegriffen. 18 Personen seien vorläufig festgenommen worden. Gegen sie wird wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Vier Polizisten seien leicht verletzt worden.

Das Aktionsnetzwerk kritisierte, durch überzogene Polizeipräsenz sei Panik unter den meist sehr jungen Demonstranten provoziert worden. Bei den Festnahmen seien die Polizisten mit großer Gewalt, u.a. mit Schlagstöcken vorgegangen.
11.01.2009, Angelika Schimmel, otz.de


Zitat:
Der Sache undienlich
Rund 300 Jenaer haben am Samstag auf ihren Winterspaziergang verzichtet, um mit ihrer Mahnwache vor dem "Braunen Haus" in Lobeda-Altstadt zu zeigen, dass rechtsextremes Gedankengut, dass menschenverachtende, gewaltverherrlichende Ideologie in Jena keine Chance bekommt. Dabei standen Kommunal-, Bundes- und Landespolitiker wie der linke Ministerpräsidentenkandidat Bodo Ramelow Seite an Seite mit Rentnern, Studenten und Familienvätern. Sie haben garantiert nichts zu tun mit den etwa 120 Personen, die eine Stunde später "Gegen Polizeiwillkür" im Stadtzentrum demonstrierten, später randalierten, die dann mit Faustschlägen, Eisbrocken und Feuerwerkskörpern gegen die wirklich kleine Gruppe Polizisten vorgingen. Von den 18 deshalb Festgenommenen waren, wie sich herausstellte, nur acht Jenaer. Die anderen waren aus Riesa, Berlin, Pößneck, Dresden oder Naumburg angereist. "Die vornweg marschierten, waren nicht die, mit denen wir sonst Spielregeln für Demonstrationen, auch spontane, verabreden", sagte Rechtsamtsleiter Martin Pfeiffer. Und: Stadt und Jenaer Polizei werden solche Ausschreitungen auch künftig nicht zulassen, versicherte er. Und hat dabei garantiert die Zustimmung der Mehrheit der Jenaer hinter sich.
12.01.2009, otz.de, Angelika Schimmel


http://de.youtube.com/watch?v=myi3efwgMEY

_________________
www.schwimmbadundsaunabau.de
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
BeitragVerfasst am: 22.02.2010 21:09 Antworten mit Zitat
Paps
Neuling
Anmeldedatum: 24.01.2010
Beiträge: 2
Wohnort: Jena




Unser-Jena hat Folgendes geschrieben:
das wesen von extremisten und randalierern ist immer das selbe. es gibt studien, wo man festgestellt hat, dass es mitunter nur ein zufall ist, dass ein jugendlicher sich in einer bestimmten radikalen gruppe befindet.

es ist damit gemeint, dass ein linker auch bei den rechten hätte sein können, wenn sein lebensweg eventuell von anderen bezugspersonen o.ä. geprägt gewesen wäre.

oft ist hinter randalierern nicht ein politisch-solider geistiger hintergrund.

randale machen ist somit das hauptziel und dabei ist es egal, aus welcher gruppe (links, rechts, ultra-ökos, ulra-tierschützer, holigan, punk, usw.) heraus. selbst rockergruppen sind somit das selbe. Laughing

leider fallen dann besonders jugendlich negativ auf, die sich in einer gruppe erst behaupten wollen/müssen und die treiben es dann besonders doll.

aber selbst komasaufen ist eine solche handlung, wo es nur um eine zugehörigkeit zu einer gruppe oder deren akzeptanz o.ä. geht, und weniger die überzeugung, dass alk gut und notwendig ist.


Ehrlich gesagt, brauche ich keine Studie, um mir diese Phänomen zu erklären. ;)

_________________
ES IST EIN SCHMALER GRAT ZWISCHEN FETTNÄPPCHEN UND SCHLEIMSPUR!
Very Happy Man lernt nie aus und das ist gut so. Very Happy
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden ICQ-Nummer
Samstags in Jena
Forum für Einwohner und Unternehmer aus Jena in Thüringen Foren-Übersicht » Allgemeines in und zu Jena
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
Alle Zeiten sind GMT  
Seite 1 von 1  

  
  
 Neues Thema eröffnen  Neue Antwort erstellen  


Powered by phpBB © 2001-2004 phpBB Group
Designed for Trushkin.net | Themes Database
Deutsche Übersetzung von phpBB.de